Escrima, das sich vom spanischen Begriff „la esgrima“ (Fechten) ableitet, ist ein philippinischer Kampfsport, der die Verwendung von Schlag- und Stichwerkzeugen unterschiedlichster Längen vorsieht. Der ebenfalls enthaltenen waffenlosen Selbstverteidigung kommt nur eine untergeordnete Rolle zu.

Das heutige Escrima ist trotz seiner langen Geschichte (z.B. der bewaffnete Kampf der Philippinos gegen die europäischen Kolonialisten im 16. Jhd) eine moderne Kampfkunst, die auf jegliche Form der Versportlichung oder Ritualisierung verzichtet. Neben der effektiven und flexiblen Verwendung der Waffen werden ebenso universell anwendbare Fähigkeiten wie das „Distanzgefühl“ zum Gegner geschult. Schrittweise wird innerhalb des Unterrichtes die Handhabung der Waffen und deren kontrollierte Verwendung in Partnerübungen trainiert. Die Anforderungen werden hierbei den Fortschritten des Schülers angepasst, so dass von der Idealsituation (die Kontrahenten besitzen gleichlange Waffen) zu erschwerten Ausgangssituationen (Gegner benutzt längere Waffe bzw. der Schüler ist unbewaffnet) übergegangen werden kann.

 

In unserer Schule dient Escrima/ Waffenkampf in erster Linie der Verbesserung der waffenlosen Selbstverteidigung. Zu selten hat man im Ernstfall einen Stock, Regenschirm oder etwas anderes dabei (ganz zu schweigen ein Schwert o.ä.). Arme und und Beine hat man aber normalerweise immer parat.
Jeden Freitag von 18-19 Uhr bricht Sifu Michael in einzigartiger Weise die Prinzipien des Waffenkampfes auf den waffenlosen Kampf herunter und macht damit deutlich, wieviele Elemente des WingTsun eigentlich aus dem bewaffneten Kampf stammen. Das dadurch gewonnene Verständnis wirkt sich merklich auf die Selbstverteidigungsfähigkeiten des Trainierenden aus. Überzeug Dich doch einfach einmal selbst davon bei einem kostenfreien Probetraining!

 

 

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